VORSORGE


Es gibt je nach Alter des Tieres verschiedene Stufen der Vorsorgeuntersuchung. Diese beginnt beim Welpen und nimmt im Alter an Bedeutung zu. Vorsorgeuntersuchungen sollen Krankheiten aufdecken, die bei unseren Haustieren durch ihr mangelndes Mitteilungsvermögen sonst erst zu spät entdeckt werden.

Diese Vorsorgeuntersuchungen umfassen eine umfangreiche Allgemeinuntersuchung:

  • das Überprüfen der tastbaren inneren Organe auf normale Größe und Form 
  • eine Kontrolle der Augen und Ohren
  • eine genaue Untersuchung der Zähne
  • ein Abhören von Lunge und Herz
  • eine Gewichtskontrolle
  • Ein Harn-und Kotstatus sollte zumindest ein bis zweimal jährlich durchgeführt werden.

 

Des Weiteren können in Abhängigkeit des Alters und des Gesundheitszustandes folgende Untersuchungen hinzukommen:

  • Blutuntersuchung
  • Röntgen, Ultraschall
  • Herzuntersuchung/EKG
  • Messung des Blutdrucks
  • Untersuchung des Augenhintergrundes/ Messung des Augendrucks

 

Welpen- und Jungtiervorsorge:
Welpen können an vielen vererbten Erkrankungen leiden. Diese sind rassespezifisch sehr unterschiedlich und betreffen vor allem Skelett und Gelenke, Nieren, Harnwege, Augen und das Herz. Vor allem Rassekatzen können an schweren Herzerkrankungen leiden ohne dass diese für den Besitzer erkennbar sind. Auch Darmerkrankungen, durch Einzeller hervorgerufen, sind bei Hunde- und Katzenwelpen sehr häufig. Diese führen zu weichem Kot, der aber abwechselnd mit völlig normalem Kot auftreten kann und deshalb vom Tierhalter oft erst sehr spät als Darmerkrankung wahrgenommen wird. Erschwerend kommt hinzu, dass diese Einzeller mit den herkömmlich eingesetzten Entwurmungsmitteln nicht erfasst werden und unerkannt über längere Zeit Spätschäden am Darm verursachen können. Deshalb sind Kotproben bei Welpen unerlässlich. Eine weitere sehr wichtige Funktion der Welpenvorsorge ist das frühzeitige Erkennen von Verhaltensauffälligkeiten.

 

Jährliche Gesundenuntersuchung:
Diese regelmäßigen Untersuchungen sollen verhindern dass Krankheiten entstehen, indem ein Gesundheitsrisiko rechtzeitig erkannt und reduziert wird. Zusätzlich sollen Krankheiten in einem möglichst frühen, noch gut therapierbaren Stadium entdeckt werden, um bessere Heilungschancen zu erreichen. Oft sind altersbedingte Beeinträchtigungen der Haustiere für ihre Besitzer nur schwer zu erkennen, da Katze und Hund meist in der Lage sind, beginnende Schwächen mit Hilfe anderer Sinnesleistungen auszugleichen.

Ein Schwerpunkt dieser Vorsorgeuntersuchungen liegt bei der frühzeitigen Erkennung von beginnenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sowie auch in der Krebsvorsorge. Diese Krankheiten zählen zu den häufigsten Todesursachen bei Tieren mittleren Alters. Da Hunde und Katzen eine allgemein viel kürzere Lebenserwartung haben als wir Menschen, sind diese jährlichen Untersuchungen mit unseren Gesundheitschecks, alle 6-7 Jahre, zu vergleichen. Folglich werden diese mit zunehmendem Alter Ihres Tieres immer wichtiger.

 

Altersvorsorge - wann ist mein Tier alt?
Die Lebenserwartung eines Hundes ist grundsätzlich abhängig von Größe und Gewicht. Futter und Haltungsbedingungen, aber auch die rassebedingte Veranlagung, spielen eine zusätzliche Rolle. In der Regel liegt die Lebenserwartung kleiner und leichter Hunde deutlich höher als bei großen und schweren Tieren. Das bedeutet, dass Hunde kleinerer Rassen mit 10 Jahren ein durchschnittlich mittleres Alter aufweisen, wogegen große Hunderassen dann schon als sehr alt einzustufen sind. Katzen werden im Allgemeinen deutlich älter als Hunde, aber auch hier wirken Rasse, Futter und Haltungsbedingungen ein. Dies sind aber natürlich nur Richtwerte, denn auch unter unseren Haustieren gibt es "junge Alte" und "alte Junge".

Wir alle wissen, dass im Alter die Leistungsfähigkeit der inneren Organe abnimmt und der ältere Organismus anfälliger ist, für verschiedene Erkrankungen. Da viele Organerkrankungen schleichend beginnen, sind Altersvorsorgeuntersuchungen für unsere Haustiere so wichtig, um diese bereits frühzeitig zu erkennen und die Organe in ihrer Funktionsfähigkeit zu erhalten. Dies gilt vor allem für folgende Erkrankungen: 

  • Herzinsuffizienz
  • Niereninsuffizienz vor allem bei Katzen
  • Schilddrüsenunter-/überfunktion
  • Diabetes, Bauchspeicheldrüsenunterfunktion/-entzündung 
  • Lebererkrankung, Milzerkrankung und
  • Erkrankungen der Reproduktionsorgane

 

Der "Senioren-Check" ist grundsätzlich für die zweite Lebenshälfte zu empfehlen, denn die Testergebnisse tragen dazu bei, Beschwerden frühzeitig zu erkennen und den Tieren damit das Altwerden angenehmer zu gestalten.

Alle ausgewerteten Daten werden bei uns archiviert oder auf Wunsch dem Besitzer mitgegeben.

 

  

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